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Onepager: eine Seite, alles drauf – wenn die Reihenfolge stimmt

Kein Menü, keine Unterseiten. Man scrollt von oben nach unten und weiß am Ende, was du machst, für wen, was es kostet und wie man dich erreicht. Das klingt einfach – und ist es auch, sobald die Abschnitte in der richtigen Reihenfolge stehen.

  • ab € 1.890, Preis vorher festgelegt
  • Fünf bis zwölf Abschnitte
  • In drei bis vier Wochen fertig
  • Du kannst Texte selbst ändern

Erst die Typfrage

Reicht dir wirklich eine Seite?

Lies beide Spalten. Wenn rechts mehr auf dich zutrifft als links, bist du hier richtig – und kannst dir den Rest der Seite in Ruhe ansehen.

Nimm etwas anderes, wenn …

  • Du hast mehrere Leistungen, nach denen getrennt gesucht wird – dann brauchst du je Leistung eine Seite.
  • Du willst regelmäßig etwas Neues veröffentlichen.
  • Du hast mehrere Standorte oder Zielgruppen.

Ein Onepager passt, wenn …

  • Du hast ein Angebot, nicht fünf verschiedene.
  • Deine Kunden kommen über Empfehlung, Instagram oder Visitenkarte und wollen nur nachsehen, ob du seriös bist.
  • Du willst einmal etwas Ordentliches und dann Ruhe.
  • Du hast wenig Text und keine Lust, mehr zu schreiben.

Der Aufbau

So ist ein Onepager aufgebaut – von oben nach unten

Die Reihenfolge ist das Konzept. Wer den Preis vor dem Nutzen zeigt, verkauft nichts; wer die Kundenstimmen vor das Angebot stellt, lobt etwas, das der Leser noch gar nicht kennt. Fahr mit der Maus über einen Punkt, dann siehst du links, wo er sitzt.

  1. 1

    Der Kopf muss sein

    Dein Name oder Logo, daneben drei bis fünf Sprungmarken zu den Abschnitten weiter unten, und ein Knopf für den Kontakt. Er bleibt beim Scrollen oben stehen – bei einer langen Seite ist er die einzige Orientierung, die es gibt.
  2. 2

    Der Aufmacher

    Überschrift, zwei Sätze, ein Knopf. In der Überschrift steht, was du für wen tust, in den Worten deiner Kunden.

    „Fußpflege in Graz-Eggenberg, auch für Diabetiker" ist eine gute Überschrift. „Willkommen auf meiner Website" ist keine – sie sagt nur, dass man angekommen ist, und das weiß man selbst.

  3. 3

    Vertrauen, sofort

    Eine schmale Zeile direkt darunter: Jahre im Beruf, Anzahl Kunden, Bewertungen, eine Auszeichnung. Sie darf klein sein, sie muss nur echt sein. Erfundene Zahlen fallen genau dann auf, wenn jemand nachfragt – und das ist immer der Kunde, den du wolltest.
  4. 4

    Das Problem, das du löst

    Zwei, drei Sätze über die Lage, in der jemand steckt, bevor er dich anruft. Nicht über dich – über ihn.

    Das ist der Abschnitt, den fast alle weglassen, und er ist der wichtigste: Wer sich hier wiedererkennt, liest den Rest anders. Er sucht nicht mehr, ob du passt, sondern bestätigt sich, dass du es tust.

  5. 5

    Was du anbietest

    Drei bis sechs Kästchen mit dem, was man bei dir bekommt. Jedes mit einer Überschrift, die ein Kunde auch sagen würde, und zwei Zeilen darunter. Hier wird nicht erklärt, wie du arbeitest – nur, was hinten herauskommt.
  6. 6

    Wie es abläuft

    Drei bis vier Schritte: erstes Gespräch, Termin, Durchführung, danach. Mit Zeitangaben, wenn du welche nennen kannst.

    Der Abschnitt nimmt die Angst vor dem Unbekannten – und die ist bei Dienstleistungen der häufigste Grund, warum jemand doch nicht anruft.

  7. 7

    Wer du bist

    Ein echtes Foto von dir und drei Sätze, die nach dir klingen. Bei einem Ein-Personen-Unternehmen ist das oft der Abschnitt, nach dem jemand zum Telefon greift. Ein gekauftes Foto einer fremden Person wirkt genau umgekehrt.
  8. 8

    Was andere sagen

    Zwei oder drei Kundenstimmen, mit vollem Namen und am besten mit Ort. Erst hier, nicht früher: Ein Lob für etwas, das man noch nicht kennt, geht ins Leere. Jetzt bestätigt es das, was gerade gelesen wurde.
  9. 9

    Was es kostet

    Zumindest ein Rahmen: „ab", „zwischen … und …", oder ein Stundensatz. Auch wenn es unangenehm ist.

    Wer keine Zahl findet, denkt sich eine aus – und die ist entweder zu hoch (dann ruft er nicht an) oder zu niedrig (dann ruft er an und ist enttäuscht). Beides kostet dich mehr als eine ehrliche Ab-Angabe.

  10. 10

    Die üblichen Fragen

    Fünf bis acht Fragen, die dir ohnehin gestellt werden. Parkplätze, Anfahrt, Zahlung, Absagen, Dauer. Schreib sie so auf, wie sie gestellt werden – genau in dieser Form sucht man auch danach.
  11. 11

    Kontakt muss sein

    Formular, Telefonnummer zum Antippen, E-Mail, Adresse, Öffnungszeiten. Alles zusammen an einer Stelle, ganz unten – das ist das Ziel, auf das die ganze Seite zuläuft.
  12. 12

    Die Fußzeile muss sein

    ImpressumDie gesetzlich vorgeschriebene Anbieterkennzeichnung – in Österreich nach § 5 ECG, in Deutschland nach § 5 DDG. Die Pflichtangaben unterscheiden sich, weshalb ein deutsches Muster in Österreich nicht genügt.Impressum erzeugen und Datenschutzerklärung als zwei getrennte Links. Auch beim kleinsten OnepagerEine Website, die aus einer einzigen langen Seite besteht – man scrollt statt zu klicken. Für ein einzelnes Angebot ist das oft genug, für mehrere Leistungen zu wenig, weil Google je Suchanfrage eine eigene Seite braucht.Aufbau ansehen, auch wenn sonst niemand hinsieht: Das ist die Stelle, an der AbmahnungEine kostenpflichtige Aufforderung, einen Rechtsverstoß zu unterlassen – bei Websites meist wegen Google Fonts, fehlendem Impressum oder fremden Bildern. Die Anwaltskosten trägt der Abgemahnte, auch ohne Gerichtsverfahren. ansetzen, und sie ist mit zwei Links erledigt.

Zwölf Abschnitte sind die Obergrenze. Wer mehr braucht, braucht keinen längeren Onepager, sondern Unterseiten – dann steht die kleine Website an. Fünf reichen übrigens auch: Kopf, Aufmacher, Angebot, Kontakt, Fußzeile.

Denselben Aufbau in privat gibt es als Hochzeitswebsite: eine Seite, alles drauf – nur dass unten kein Angebot steht, sondern die Anmeldung der Gäste.

Warum ausgerechnet diese Reihenfolge

Vier Fragen, die jeder Besucher in dieser Folge stellt

Nicht laut, nicht bewusst – aber immer in derselben Reihenfolge. Ein Onepager, der sie in dieser Folge beantwortet, fühlt sich „logisch" an. Man merkt es nur, wenn es fehlt.

  1. „Bin ich hier richtig?"

    Beantwortet der Aufmacher, in drei Sekunden. Wird sie nicht beantwortet, ist der Besuch vorbei – und du siehst davon nur eine Zahl in der Statistik.

  2. „Verstehst du mein Problem?"

    Beantwortet der Abschnitt über die Lage, in der jemand steckt. Wer sich erkannt fühlt, hört auf zu vergleichen.

  3. „Kannst du das wirklich?"

    Beantworten Angebot, Ablauf, dein Gesicht und die Kundenstimmen – zusammen, nicht einzeln. Deshalb stehen sie hintereinander und nicht verstreut.

  4. „Was kostet es und was passiert jetzt?"

    Beantworten Preisrahmen und Kontakt. Erst hier, weil ein Preis ohne die drei Antworten davor nur eine Zahl ist, die zu hoch wirkt.

Aus echten Gesprächen

Was mich zum Onepager am häufigsten gefragt wird

Drei Situationen, die mir immer wieder begegnen. Wahrscheinlich ist eine davon deiner ähnlich.

Andrea, Massagepraxis

„Ich habe nur eine Leistung. Wirkt eine einzige Seite nicht unprofessionell?" – Nein. Unprofessionell wirkt eine Website mit sechs Seiten, von denen vier fast leer sind. Eine Seite, die vollständig ist, wirkt sicher; sechs halbe wirken unfertig.

Bettina, Grafikerin

„Finden mich Leute damit bei Google?" – Für deinen Namen ja, für „Grafikerin Graz" kaum. Google braucht je KeywordDas Wort oder die Wortfolge, die jemand in die Suche tippt. Nicht das, was du über dein Angebot sagst, sondern das, wonach deine Kundin sucht – und das sind erstaunlich oft zwei verschiedene Dinge. eine eigene Seite. Wenn du gefunden werden willst, ohne dass man dich kennt, ist der Onepager der falsche Typ.

Claudia, Yogastudio

„Kann ich später erweitern?" – Ja, und es ist der übliche Weg. Aus jedem Abschnitt kann eine eigene Seite werden; die Texte hast du dann schon geschrieben. Genau deshalb ist Kleinanfangen kein Risiko.

Häufige Fragen

Onepager – kurz beantwortet

So lang, wie er Fragen beantwortet – und keine Zeile länger. In der Praxis sind das fünf bis zwölf Abschnitte und zwei bis vier Bildschirmhöhen am Telefon.

Die Länge ist nicht das Problem. Das Problem ist ein Abschnitt, der nichts beantwortet – der fällt sofort auf, weil man dort zu scrollen beginnt statt zu lesen.

Ja, aber ein anderes: Die Menüpunkte springen zu den Abschnitten weiter unten, statt eine neue Seite zu öffnen.

Drei bis fünf Sprungmarken reichen. Sie sind vor allem für die da, die schon wissen, was sie suchen – meistens den Preis oder die Öffnungszeiten.

Nicht schlecht, aber begrenzt. Google kann pro Seite genau eine Antwort anbieten. Mit einer Seite hast du einen Startplatz – für deinen Namen, deine Marke und vielleicht deinen Ort plus Leistung.

Für mehrere Leistungen brauchst du mehrere Seiten. Das ist kein Nachteil des Onepagers, sondern seine Definition – und der Grund, warum die Typfrage vor der Gestaltung kommt.

Ja. Öffnungszeiten, Preise, Texte und Bilder änderst du selbst – dafür bekommst du eine Einweisung, und die dauert eine halbe Stunde, nicht einen Kurs.

Was ich mache: neue Abschnitte, größere Umbauten, alles, was die Struktur betrifft.

ab € 1.890. Darin enthalten sind bis zu sieben Abschnitte, die Gestaltung auf deine Marke, das Kontaktformular mit Spamschutz ohne Google-Dienste, Impressum und Datenschutzerklärung sowie zwei Korrekturschleifen.

Was dazukommen kann, steht offen bei den Preisen – ich rechne lieber vorher vor als nachher nach.

Dann wird erweitert, nicht neu gebaut. Aus Abschnitten werden Unterseiten, das Menü bekommt echte Punkte, die alte Adresse bleibt.

Wichtig ist nur, dass von Anfang an sauber gebaut wurde. Ein Onepager aus einem Baukasten lässt sich meist nicht erweitern – dort fängt man wirklich neu an.

Reicht dir eine Seite? Finden wir es gemeinsam heraus.

Erzähl mir in einer halben Stunde, was du anbietest und für wen. Danach weißt du, ob ein Onepager reicht – und wenn nicht, sage ich dir das, bevor du etwas bestellst.

ab € 1.890 · Preis vorher festgelegt · Drei bis vier Wochen

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