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Kleine Website: die sechs Seiten, die reichen
Der Regelfall für kleine Unternehmen – und der Typ, bei dem am meisten Geld für Seiten ausgegeben wird, die niemand braucht. Hier steht, welche sechs es sein müssen, welche drei sich zusätzlich lohnen und welche du dir sparen kannst.
- ab € 3.600, Preis vorher festgelegt
- Bis zu acht Seiten
- Je Leistung eine eigene Seite
- Sechs bis acht Wochen
Erst die Typfrage
Ist eine kleine Website das Richtige für dich?
Wenn rechts mehr zutrifft als links, bist du hier richtig. Für die allermeisten kleinen Unternehmen ist das der Fall – deshalb heißt dieser Typ auch der Regelfall.
Nimm etwas anderes, wenn …
- Du hast genau ein Angebot – dann reicht ein Onepager.
- Du hast so viele Themen, dass sich jedes in Unterthemen teilt.
Eine kleine Website passt, wenn …
- Du bietest zwei bis fünf verschiedene Dinge an.
- Menschen sollen dich finden, ohne deinen Namen zu kennen.
- Du willst Preise oder zumindest Preisrahmen zeigen.
- Du bist regional tätig und willst in deiner Gegend gefunden werden.
Die Pflicht
Die sechs Seiten, die reichen
In dieser Reihenfolge im Menü, von links nach rechts. Wer mehr hat, hat nicht mehr Inhalt – er hat den Inhalt nur weiter verteilt.
1. Startseite
Kurz. Sie sagt in drei Sekunden, was du für wen tust, und schickt dann weiter. Je Leistung ein kurzer Block mit einem Link auf die Detailseite – mehr nicht.
2. Leistungsübersicht
Alle Leistungen nebeneinander, jede mit zwei Sätzen und einem Link. Sie ist die Seite, auf die du im Gespräch verweist – und die, die Google als „Angebot" liest.
3.–5. Je Leistung eine Seite
Der eigentliche Hebel. Eine Seite je Leistung, mit der Überschrift, die ein Kunde selbst sagen würde. Bei zwei Leistungen sind das zwei Seiten, bei fünf fünf.
6. Über mich
Foto, Werdegang, warum du das machst. Bei kleinen Unternehmen regelmäßig die zweitmeistbesuchte Seite – gleich nach der Startseite und weit vor allem anderen.
7. Kontakt
Formular, Telefon zum Antippen, E-Mail, Adresse, Öffnungszeiten, Anfahrt. Und eine eigene Danke-Seite danach, sonst weißt du nie, wie viele Anfragen wirklich ankommen.
8. Impressum & Datenschutz
Zwei getrennte Seiten, zwei getrennte Links in der Fußzeile. Keine Kür, sondern Pflicht – und die billigste Versicherung, die es gibt.
Warum acht Kästchen bei „sechs Seiten"? Weil die Leistungsseiten je nach Angebot zwei bis fünf sind und Impressum plus Datenschutz zwar Pflicht, aber keine Inhaltsseiten. Gerechnet wird: Start, Übersicht, Leistungen, Über mich, Kontakt – das sind sechs bis acht echte Seiten. Genau die Größe, die in meinem Website-Paket steckt.
Die Kür
Die drei Seiten, die fast immer fehlen
Keine davon ist Pflicht. Aber jede beantwortet eine Frage, die dir sonst am Telefon gestellt wird – und die manche nicht stellen, sondern stattdessen woanders anfragen.
Preise
Auch ohne feste Zahlen: ein Rahmen, ein „ab", ein Stundensatz, ein Beispielprojekt. Wer keine Zahl findet, denkt sich eine aus – und die ist meistens zu hoch. Dann ruft er nicht an, und du erfährst nie, dass es ihn gab.
Referenzen
Drei bis fünf echte Fälle mit Namen: Was war die Ausgangslage, was hast du gemacht, was ist herausgekommen. Das schlägt zwanzig Sternchen ohne Text um Längen.
Häufige Fragen
Die Fragen, die du ohnehin jede Woche beantwortest, in genau der Formulierung, in der sie kommen. Sie sparen dir Zeit – und sie sind das, was ChatGPT und Google zitieren, wenn jemand die Frage tippt.
Was du dir dagegen sparen kannst, solange du keine Zeit dafür hast: einen Blog. Ein Blog mit drei Beiträgen von vorletztem Jahr sagt über dich mehr aus als gar keiner – und leider nichts Gutes.
Die Seite, die am häufigsten schiefgeht
So ist deine Startseite aufgebaut – sie verteilt, sie erklärt nicht
Der Unterschied zum Onepager steckt genau hier: Dort steht alles auf einer Seite, hier steht von allem ein Anriss und darunter ein Link. Wer das vertauscht, hat eine endlose Startseite und fünf Unterseiten, die niemand aufruft.
-
1
Der Kopf muss sein
Logo links, fünf bis sieben Menüpunkte rechts, ein Knopf für den Kontakt. Mehr als sieben Punkte liest niemand – wenn du mehr brauchst, brauchst du keine kleine Website mehr. -
2
Der Aufmacher
Was du für wen tust, in einem Satz. Plus ein Knopf zur wichtigsten Handlung – meistens Kontakt oder Termin. Genau ein Knopf ist hier besser als zwei. -
3
Vertrauen, sofort
Eine schmale Zeile: Jahre, Kunden, Bewertungen, Ort. Sie kostet zwei Zentimeter Höhe und beantwortet die Frage, die sonst den ganzen Besuch begleitet. -
4
Deine Leistungen – als Verteiler
Je Leistung ein Kästchen: Überschrift, zwei Zeilen, Link. Hier wird nicht erklärt.
Das ist der eine Absatz, an dem sich entscheidet, ob deine Website funktioniert. Jedes Kästchen ist eine Tür; was dahinter steht, steht auf der Leistungsseite.
-
5
Wer du bist – kurz
Foto, zwei Sätze, Link auf „Über mich". Auch hier nur der Anriss. Die ganze Geschichte steht auf der eigenen Seite, und die wird gelesen – öfter, als du denkst. -
6
Was andere sagen
Zwei Kundenstimmen mit vollem Namen, darunter ein Link auf die Referenzseite. Zwei gute schlagen zehn beliebige – und zehn machen die Startseite lang, ohne etwas hinzuzufügen. -
7
Der nächste Schritt muss sein
Ein Abschluss-Block mit genau einer Aufforderung. Wer bis hierher gelesen hat, ist interessiert. Eine Startseite, die einfach aufhört, verliert genau diese Leute. -
8
Die Fußzeile muss sein
Adresse, Öffnungszeiten, alle Seiten noch einmal, ImpressumDie gesetzlich vorgeschriebene Anbieterkennzeichnung – in Österreich nach § 5 ECG, in Deutschland nach § 5 DDG. Die Pflichtangaben unterscheiden sich, weshalb ein deutsches Muster in Österreich nicht genügt.Impressum erzeugen und Datenschutz getrennt. Die Fußzeile ist die Seite für die, die bis unten gescrollt sind und nicht gefunden haben, was sie suchten.
Der Test: Deck die Startseite ab bis auf die Leistungs-Kästchen. Steht in jedem Kästchen ein Link? Wenn drei davon keinen haben, hast du eigentlich einen Onepager gebaut – nur mit einem Menü darüber, das ins Leere zeigt.
Und auf den Seiten dahinter
Was auf eine Leistungsseite gehört – in dieser Reihenfolge
Eine Leistungsseite ist keine Produktbeschreibung. Sie ist die Antwort auf genau eine Frage, und diese Frage steht als Überschrift darüber.
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Die Überschrift ist die Frage deines Kunden
Nimm wörtlich, womit man bei dir anruft. „Was kostet eine Fußpflege für Diabetiker?" ist eine Überschrift. „Podologische Komplettbehandlung" ist ein Fachausdruck – und danach sucht niemand.
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Dann: für wen das ist und für wen nicht
Zwei kurze Listen. Wer sich ausgeschlossen sieht, geht – und das ist gut so. Du willst keine Anfragen, die du absagen musst; die kosten euch beide Zeit.
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Dann: wie es abläuft und was es kostet
Ablauf in drei bis vier Schritten, dann der Preis oder zumindest ein Rahmen. In dieser Reihenfolge – ein Preis vor dem Ablauf ist eine Zahl ohne Gegenwert.
-
Zuletzt: Fragen und ein Weg zu dir
Drei bis fünf Fragen speziell zu dieser Leistung, dann der Kontakt. Nicht der Verweis auf die Kontaktseite – der Kontakt selbst. Jeder zusätzliche Klick kostet Anfragen.
Aus echten Gesprächen
Was mich zur Seitenstruktur am häufigsten gefragt wird
Martina, Steuerberatung
„Ich habe neun Leistungen. Brauche ich neun Seiten?" – Nein. Fass zusammen, was ein Kunde als eine Sache ansieht, und mach für die drei häufigsten je eine eigene Seite. Der Rest kann als Abschnitt auf der Übersicht stehen, bis er nachgefragt wird.
Gabi, Hundeschule
„Meine Startseite ist so lang. Ist das schlimm?" – Nur, wenn sie erklärt statt zu verteilen. Prüf jeden Abschnitt: Gibt es dazu eine eigene Seite? Wenn ja, kürz ihn auf drei Zeilen und einen Link.
Elisabeth, Physiotherapie
„Muss ich für zwei Standorte alles doppelt schreiben?" – Nein, und du darfst es auch nicht. Zwei fast gleiche Seiten nehmen sich gegenseitig den Platz weg. Je Standort eine Seite mit dem, was dort wirklich anders ist – Team, Zeiten, Anfahrt.
Häufige Fragen
Kleine Website – kurz beantwortet
Die Zahl ist nicht das Maß. Das Maß ist: Beantwortet jede Seite eine eigene Frage, die die anderen nicht beantworten?
Praktisch heißt das für kleine Unternehmen sechs bis acht. Ab etwa zwölf brauchst du eine Ebene mehr – dann wird es eine große Website, und die will anders geordnet sein.
Dann leg sie zusammen. Zwei Seiten über fast dasselbe sind für Google zwei halbe Antworten statt einer ganzen – und beide landen weiter unten, als die eine gelandet wäre.
Beim Zusammenlegen wichtig: Die verschwindende Adresse muss auf die bleibende weitergeleitet werden. Sonst verlierst du, was sie bis dahin an Ansehen gesammelt hat.
Nur, wenn du ihn wirklich pflegst. Ein Blog ist kein Bauteil, sondern eine Verpflichtung – und ein verwaister Blog macht einen schlechteren Eindruck als gar keiner.
Die ehrliche Alternative: gute Seiten zu häufigen Fragen. Sie wirken wie Blogbeiträge, veralten aber nicht und tragen ein Datum, das niemanden stört.
Ja. Texte, Bilder, Preise und Öffnungszeiten änderst du selbst – dafür gibt es eine Einweisung, keine Schulungswoche.
Neue Seiten anlegen mache ich, weil dabei mehr passiert als Text: Menü, Adresse, Verlinkung und die Angabe für Google gehören dazu, und die vergisst man am leichtesten.
ab € 3.600 für bis zu acht Seiten. Enthalten sind je Leistung eine eigene Seite, Kontaktformular mit Terminwunsch, die Suchmaschinen-Grundlagen, Rechtstexte und die 301-WeiterleitungEine dauerhafte Umleitung von einer alten Adresse auf eine neue. Sie sorgt dafür, dass Besucher und Google die neue Seite finden und die aufgebaute Wertung mitwandert, statt zu verfallen.So richtest du sie ein von deiner alten Website.
Alles Weitere steht offen bei den Preisen.
Oft nicht. Manchmal ist die Struktur in Ordnung und es fehlen zwei Seiten – das ist billiger und schneller als ein Neubau, und ich sage es dir, wenn es so ist.
Lass vorher den kostenlosen Sichtbarkeits-Check laufen. Danach siehst du selbst, ob es an der Struktur liegt oder an etwas ganz anderem.
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Die anderen vier Seitentypen
Onepager
Eine einzige Seite. Man scrollt von oben nach unten und weiß am Ende alles.
Mehr erfahrenGroße Website
Mehrere Ebenen, damit sich nichts gegenseitig im Weg steht.
Mehr erfahrenGoogle-Profil
Ein Eintrag bei Google statt einer eigenen Seite – für manche wirklich genug.
Mehr erfahrenLandingpage
Die Seite, auf der jemand landet, nachdem er auf deine Anzeige geklickt hat.
Mehr erfahrenStruktur zuerst, Design danach.
Sag mir, was du anbietest – ich sage dir, wie viele Seiten das werden und welche. Das ist eine halbe Stunde, sie kostet nichts, und du kannst danach jedes Angebot einschätzen. Auch meines.
ab € 3.600 · Bis zu acht Seiten · Eine Ansprechpartnerin