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Wie kann man eine WordPress-URL umleiten?

Mit einem Plugin in einer Minute oder über die .htaccess. Wichtiger als das Wie ist der richtige Code – und drei Fehler, die danach passieren.

Zuletzt geprüft: 5 Minuten Lesezeit

Warum überhaupt

Wer eine Seite löscht oder umbenennt, hinterlässt eine Adresse, die ins Leere führt. Für Besucher ist das eine Fehlerseite, für Google ein totes Ergebnis – und alles, was diese Adresse an Ansehen gesammelt hatte, ist weg.

Eine Weiterleitung nimmt beides mit: den Besucher und das Ansehen.

301 oder 302 – die einzige Entscheidung, die zählt

  • 301 – dauerhaft. Die alte Adresse gibt es nicht mehr, es gilt die neue. Google ersetzt die alte im Index und gibt das gesammelte Ansehen weiter. Das ist fast immer der richtige Code.
  • 302 – vorübergehend. Die alte Adresse kommt zurück. Google behält sie im Index und gibt nichts weiter. Richtig bei einer Wartungsseite oder einer befristeten Aktion.
Hinweis

Eine 302 dort einzusetzen, wo eine 301 hingehört, ist der häufigste Fehler – und er ist unsichtbar. Für den Besucher verhalten sich beide identisch; nur Google behandelt sie völlig verschieden. Wenn nach einem Umzug die Platzierungen nicht mitwandern, ist das der erste Verdacht.

Es gibt daneben 307 und 308. Sie regeln, ob der Browser die Anfrageart beibehalten muss – für einen Seitenumzug sind sie nicht gedacht. Wer eine Seite verschiebt, nimmt 301.

Der einfache Weg: ein Plugin

Für die meisten ist das der richtige Weg. Zwei gängige:

  • Redirection – protokolliert nebenbei alle 404-Fehler. Damit siehst du, welche Adressen tatsächlich aufgerufen werden und noch fehlen. Das ist bei einem Umzug Gold wert.
  • 301 Redirects – schlanker, mit Auswahl des Codes je Eintrag. Reicht völlig, wenn du die Liste schon hast.
Tipp

Wenn dein SEO-Plugin (Yoast Premium, RankMath) Weiterleitungen mitbringt, nimm das statt eines zusätzlichen. Zwei Plugins, die beide umleiten, erzeugen Ketten und im schlimmsten Fall eine Endlosschleife.

Der schnellere Weg: die .htaccess

Ohne Plugin, ohne Datenbankabfrage – der Server erledigt es, bevor WordPress überhaupt startet:

RewriteRule ^alte-seite/?$ /neue-seite/ [R=301,L]
Wichtig

Zwei Dinge dabei: Der Suchteil steht ohne führenden Schrägstrich – in einer .htaccess ist der bereits abgeschnitten. Und Punkte müssen maskiert werden: ^kontakt\.html/?$.

Die Regel gehört über den Block # BEGIN WordPress. Darin wird sie beim nächsten Speichern der Permalink-Einstellungen überschrieben.

Der .htaccess-Generator nimmt dir beides ab: Du trägst alte und neue Adresse ein, die Maskierung und die Reihenfolge macht er.

Drei Fehler, die danach passieren

Ketten

A leitet auf B, B auf C. Jede Station kostet Zeit, und Google folgt nicht beliebig weit. Wenn du eine Adresse ein zweites Mal umziehst, ändere die erste Weiterleitung auf das neue Ziel, statt eine weitere anzuhängen.

Alles auf die Startseite

Verlockend bei fünfzig alten Adressen – und ausgerechnet dann schädlich. Google wertet eine Weiterleitung auf eine Seite, die mit dem Inhalt nichts zu tun hat, als Fehlerseite mit Umweg. Besser: jede Adresse auf ihre nächstliegende Entsprechung, und was wirklich keine hat, bekommt eine ehrliche Fehlerseite.

Der Browser merkt sich die 301

Dauerhaft. Wenn du eine falsch eingerichtete Weiterleitung korrigierst, siehst du die Korrektur in deinem eigenen Browser womöglich nicht – er ruft die alte gar nicht mehr ab.

Tipp

Teste Weiterleitungen deshalb immer in einem privaten Fenster. Und richte im Zweifel erst eine 302 ein, prüf sie, und stell sie danach auf 301 um – eine falsch gemerkte 302 ist in Minuten vergessen, eine 301 nicht.

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