Wie kann ich WordPress sichern?
WordPress selbst kann es nicht – ein Plugin schon, in zehn Minuten eingerichtet. Wichtiger als das Anlegen ist allerdings, wo die Sicherung liegt.
Warum überhaupt
WordPress bringt keine eigene Sicherungsfunktion mit. Wer nichts einrichtet, hat nichts – und merkt das an dem Tag, an dem er es braucht.
Die vier Fälle, in denen es darauf ankommt:
- Eine Aktualisierung geht schief und die Seite ist weiß.
- Die Website wurde gehackt.
- Der Server hat einen Ausfall.
- Der Hoster stellt den Betrieb ein.
Viele Hoster sichern selbst – das ist gut und ersetzt eine eigene Sicherung nicht. Frag nach, wie weit diese Sicherungen zurückreichen und was ein Zurückspielen kostet. Beides überrascht regelmäßig.
Mit UpdraftPlus einrichten
UpdraftPlus ist das verbreitetste Sicherungs-Plugin für WordPress – über drei Millionen Installationen. Die Grundfassung ist kostenlos und reicht für die meisten.
Nach der Installation findest du es unter Einstellungen → UpdraftPlus Sicherungen.
Der Punkt, an dem die meisten Sicherungen wertlos sind
Eine Sicherung, die auf demselben Server liegt, ist keine.
Bei einem Hack verschlüsselt oder löscht der Angreifer sie mit. Bei einem Serverausfall ist sie genauso weg wie die Website. Und wenn der Hoster den Betrieb einstellt, kommst du an beides nicht mehr heran.
Deshalb ist der Reiter Einstellungen in UpdraftPlus wichtiger als der Knopf „Jetzt sichern". Dort legst du ein externes Ziel fest – Google Drive, Dropbox, ein anderer Server per FTP. Das ist einmal Einrichtung und danach für immer erledigt.
Und stell dort gleich den Takt ein: Datenbank täglich, Dateien wöchentlich, und behalte die letzten vier bis sechs Stände. Die Datenbank ändert sich ständig, die Dateien selten.
Einmal ausprobieren, bevor es ernst wird
Unter Bestehende Sicherungen stehen die vorhandenen Stände, jeweils mit einem Knopf zum Zurückspielen.
Spiel eine Sicherung einmal testweise zurück – am besten auf einer Testinstallation, nicht auf der laufenden Website. Eine Sicherung, die nie zurückgespielt wurde, ist eine Vermutung. Der Tag, an dem du sie wirklich brauchst, ist der schlechteste Zeitpunkt, um festzustellen, dass sie unvollständig ist.
Lad dir außerdem einmal eine Sicherungsdatei auf den eigenen Rechner
herunter und sieh hinein. Sind Datenbank und der Ordner
wp-content darin? Dann passt es.
Wann sichern?
Automatisch nach dem oben genannten Takt – und zusätzlich von Hand vor jeder größeren Änderung: vor einem WordPress-Update, vor einem Themewechsel, vor der Installation eines Plugins, das tief eingreift.
Das dauert zwei Minuten und ist der Unterschied zwischen „ärgerlich" und „Wochenende weg".
Unsicher, ob deine Sicherung im Ernstfall trägt?
Dieser Artikel beantwortet die Frage allgemein – deine ist vermutlich konkreter. Schreib mir kurz, worum es geht. Ich antworte selbst, meist am selben Tag, und es kostet nichts.
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