Was sind Permalinks?
Die dauerhafte Adresse einer Seite. „Dauerhaft" ist dabei wörtlich gemeint – und der Grund, warum man sie nicht einfach umstellt.
Was ein Permalink ist
Das Wort setzt sich aus permanent und Hyperlink zusammen: die dauerhafte Adresse einer Seite, eines Beitrags oder einer Kategorie. Sie soll sich nicht mehr ändern.
Das Gegenteil ist die dynamische Adresse – etwas wie
/index.php?p=427&cat=3. Technisch funktioniert das
genauso, nur sieht ihr niemand an, was dahintersteckt: kein Besucher,
keine Suchmaschine und du selbst auch nicht, wenn du sie in einem Jahr
in einer Liste wiederfindest.
Wie eine gute Adresse aussieht
Vergleich:
gut: /schnelle-kueche/nudelauflauf/
schlecht: /rezept_23424.php
Die erste sagt einem Menschen, was ihn erwartet – auch wenn sie vorgelesen wird, in einer E-Mail steht oder auf einem Zettel notiert ist. Die zweite sagt nichts.
Drei Regeln reichen aus:
- Kleinbuchstaben und Bindestriche, keine Unterstriche und keine Umlaute.
- Kurz halten. Zwei bis vier Wörter, nicht die ganze Überschrift.
- Füllwörter weg. „der", „und", „für" tragen nichts.
Für Suchmaschinen ist die Adresse nur ein schwaches Signal – wichtiger ist, dass sie für Menschen lesbar ist. Das ist der bessere Grund, und er gilt unabhängig davon, wie Google sie gerade bewertet.
Wo man sie in WordPress einstellt
Unter Einstellungen → Permalinks. Dort stehen mehrere Vorgaben zur Auswahl, dazu ein Feld für eine eigene Struktur.
Bewährt hat sich /%postname%/ – nur der Titel des
Beitrags. Wer die Kategorie mit in der Adresse haben will, nimmt
/%category%/%postname%/.
Die Kategorie in der Adresse hat einen Haken: Wechselt ein
Beitrag die Kategorie, ändert sich seine Adresse – und die
alte läuft ins Leere. Wenn du deine Einteilung noch nicht sicher
hast, ist /%postname%/ die ruhigere Wahl.
Von Datumsangaben – /%year%/%monthnum%/ – würde ich
abraten. Ein überarbeiteter Artikel sieht dann trotzdem alt aus, und
das kostet Klicks in den Suchergebnissen.
Und wenn die Website schon läuft?
Die Permalink-Struktur auf einer bestehenden Website umzustellen ändert schlagartig jede einzelne Adresse. Jeder fremde Link, jedes Lesezeichen und jeder Eintrag bei Google zeigt danach ins Leere.
WordPress fängt einen Teil davon selbst ab, aber verlassen kann man sich darauf nicht – schon gar nicht bei einem Wechsel der Kategorie-Struktur.
Wenn es trotzdem sein muss, in dieser Reihenfolge:
- Vorher die alten Adressen sichern. In der Google Search Console unter „Seiten" exportieren – das ist die Liste, die zählt, denn das sind die Adressen, die Google kennt.
- Umstellen und Weiterleitungen einrichten – alt auf neu, jede einzeln. Ein Plugin wie „Redirection" nimmt einem das Sammeln ab.
- In den Wochen danach die Search Console auf 404-Fehler beobachten und nachtragen, was fehlt.
Ist die Struktur nur unschön, aber funktionierend, lass sie in Ruhe. Der Gewinn einer hübscheren Adresse ist klein, das Risiko einer unvollständigen Weiterleitungsliste groß. Bei einem Umbau, bei dem ohnehin alles neu wird, ist der richtige Moment – sonst selten.
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