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Warum zeigt WordPress meine Bilder in der Mediathek nicht an?

Meistens liegt es an einer von sechs Kleinigkeiten – und die erste davon kostet dich zehn Sekunden.

Zuletzt geprüft: 6 Minuten Lesezeit

Zuerst das Billigste: neu laden

Bevor du irgendetwas umstellst: Lade die Seite einmal vollständig neu – mit Strg+F5 beziehungsweise Cmd+Shift+R. Und probier es einmal in einem privaten Fenster.

Erstaunlich oft ist es nur der Zwischenspeicher des Browsers oder ein Caching-Plugin, das eine alte Fassung der Mediathek ausliefert. Das kostet zehn Sekunden und erspart eine halbe Stunde.

Wenn nichts umgezogen oder umgestellt wurde

1. Ein Plugin funkt dazwischen

Plugins, die an der Mediathek mitarbeiten – Galerien, Bildoptimierer, Dateimanager –, können sie lahmlegen. Vor allem eines, das gerade neu dazugekommen oder aktualisiert worden ist.

Zum Eingrenzen: alle Plugins deaktivieren, Mediathek prüfen, dann eins nach dem anderen wieder einschalten. Mühsam, aber es findet die Ursache zuverlässig.

2. Das Dateiformat

WordPress nimmt standardmäßig diese Bildformate:

  • JPG / JPEG
  • PNG
  • GIF
  • WebP – seit WordPress 5.8
  • AVIF – seit WordPress 6.5
Hinweis

SVG gehört ausdrücklich nicht dazu. WordPress blockiert das Format aus Sicherheitsgründen, weil eine SVG-Datei Skripte enthalten kann. Es geht nur über ein Plugin – und dann sollte man wissen, wem man die Dateien abnimmt.

Und: Eine Datei umzubenennen macht sie nicht zu einem anderen Format. Aus bild.tif wird durch Umbenennen in bild.jpg kein JPEG – WordPress sieht in die Datei hinein, nicht auf die Endung.

3. Die Dateigröße

Sehr große Dateien scheitern schon beim Hochladen oder beim Erzeugen der Vorschaubilder – dafür braucht PHP Arbeitsspeicher, und der ist begrenzt.

Tipp

Halt Bilder unter einem Megabyte und höchstens 2.000 Pixel breit. Das reicht für jede Bildschirmdarstellung – und nebenbei ist es der wirksamste Griff für eine schnellere Website. Ein Foto direkt aus der Handykamera hat oft das Zehnfache.

4. Der Dateiname

Umlaute, Leerzeichen und Sonderzeichen machen Ärger – nicht die Länge. Größe_Übersicht (1).jpg ist ein schlechter Name, groesse-uebersicht-1.jpg ein guter.

Benutz Kleinbuchstaben, Bindestriche und Ziffern. Das hilft nebenbei auch der Bildersuche: Der Dateiname ist einer der wenigen Hinweise, die Google auf den Inhalt hat.

5. Der Speicherplatz ist voll

Wenn das Hosting-Paket ausgereizt ist, kommt nichts mehr dazu – oft ohne verständliche Fehlermeldung. Die Auslastung steht im Kundenbereich deines Hosters. Häufigster Grund für einen vollen Speicher sind übrigens alte Sicherungen, die ein Plugin brav weiter anlegt.

Wenn umgezogen oder umgestellt wurde

Die Zugriffsrechte am Upload-Ordner

Nach einem Umzug stimmen die Rechte häufig nicht mehr. Richtig ist:

  • Verzeichnisse: 755 – auch wp-content/uploads
  • Dateien: 644
Hinweis

Die beiden Werte nicht verwechseln. 755 auf eine Datei zu setzen macht sie ausführbar – manche Hostings verweigern dann den Zugriff, und einige Sicherheitswerkzeuge schlagen Alarm. Setz nie 777, auch wenn es in Foren steht: Das erlaubt jedem auf dem Server das Schreiben.

Der Upload-Pfad

Unter Einstellungen → Medien sollte der Pfad auf dem Standard wp-content/uploads stehen. Nach einem Umzug steht dort manchmal noch der absolute Pfad des alten Servers.

Nach einer Umstellung von http auf https kommt ein zweiter Fall dazu: In der Datenbank stehen die Bildadressen noch mit http. Der Browser blockiert sie dann als unsicheren Inhalt – man sieht graue Kästchen. Dafür gibt es Such-und-Ersetzen-Plugins; die Datenbank vorher sichern.

Wenn nur die Vorschaubilder fehlen

Sind die Bilder in der Mediathek da, erscheinen aber im Beitrag nicht oder verzerrt, fehlen die Vorschaubilder. WordPress legt zu jedem Bild mehrere Größen an – nach einem Umzug oder einem Themewechsel passen die nicht mehr.

Das kostenlose Plugin „Regenerate Thumbnails" baut sie neu. Danach unter Werkzeuge → Vorschaubilder generieren.

Tipp

Lauf das bei vielen Bildern nicht am Vormittag laufen – es belastet den Server spürbar. Und deinstallier das Plugin danach wieder: Es wird genau einmal gebraucht, und jedes Plugin, das bleibt, will gepflegt werden.

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