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Was muss ich bei einer Domain beachten?

Kurz, merkbar, ohne Umlaute – und vorher nachsehen, ob jemand anderes Rechte daran hat.

Zuletzt geprüft: 6 Minuten Lesezeit

So kurz wie möglich

Je länger ein Domainname, desto größer die Wahrscheinlichkeit eines Tippfehlers – und im schlimmsten Fall landet jemand dabei auf einer fremden Seite, die genau darauf wartet, ohne es zu merken.

Der Haken: Je kürzer eine Domain, desto eher ist sie vergeben, und desto teurer wird sie, wenn sie es ist.

Leicht zu merken, leicht zu diktieren

Der beste Prüfstein: Sag die Domain jemandem am Telefon. Wenn du buchstabieren musst, ist sie falsch.

Daraus folgt:

  • Keine Umlaute. ä, ö und ü funktionieren technisch, aber sie gibt es nur im deutschsprachigen Raum – und auf jeder fremden Tastatur werden sie zum Hindernis.
  • Möglichst keine Bindestriche. Sie müssen beim Diktieren jedes Mal erwähnt werden, und sie werden regelmäßig vergessen.
  • Keine Ziffern. „vier" oder „4"? Beides wird getippt, nur eines ist deins.

Welche Endung?

Jedes Land hat seine eigene Endung: .at für Österreich, .de für Deutschland, .ch für die Schweiz. Sie gibt es seit den Achtzigern, und entsprechend gut sind die kurzen Namen besetzt.

Deshalb lohnt der Blick auf die neueren Endungen – .shop, .online, .agency, .haus und Hunderte mehr. Dort ist noch Platz, und die Preise sind meist niedriger.

Ein Hinweis zu Länderendungen

Länderendungen hängen an einem Staat, und Staaten verändern sich. Die beliebte Endung .io gehört zum Britischen Territorium im Indischen Ozean; seit Großbritannien 2024 die Souveränität über die Chagos-Inseln an Mauritius abgegeben hat, ist ihre langfristige Zukunft offen. Eine sofortige Abschaltung steht nicht bevor, aber eine Domain wählt man für zehn Jahre. Wer die Frage nicht haben will, nimmt eine Endung ohne Land dahinter.

Für einen Betrieb, der regional arbeitet, bleibt die eigene Länderendung trotzdem meist die beste Wahl: Sie sagt ohne ein Wort, wo du bist.

Ein Suchbegriff im Namen

Steht dein wichtigster Suchbegriff in der Domain, hilft das ein wenig – deutlich weniger als vor zehn Jahren, aber nicht nichts. Vor allem hilft es beim Wiedererkennen in der Ergebnisliste.

Erzwingen sollte man es nicht. Wenn der Name dadurch sperrig wird, ist der Schaden größer als der Nutzen. Was Suchmaschinenoptimierung sonst ausmacht, steht unter Was bedeutet SEO?

Vorher nachsehen: Marken und Namen

Der teuerste Fehler bei einer Domain ist nicht der falsche Name, sondern ein fremder. Wer den Namen einer eingetragenen Marke registriert – auch als Teil eines längeren Namens –, bekommt früher oder später Post.

Nachsehen kostet nichts und dauert zehn Minuten:

Und ein zweiter Blick lohnt ins Firmenbuch beziehungsweise Handelsregister: Auch ein Unternehmensname ohne Markeneintrag ist geschützt.

In Ruhe entscheiden – und nichts erzählen

Eine Domain kostet meist wenig. Trotzdem lohnt es sich, sich Zeit zu nehmen: Willst du damit eine Marke aufbauen, oder bereust du den Namen in zwei Jahren?

Persönlicher Tipp

Erzähl niemandem von deinen Domainplänen, bevor sie registriert ist. Eine Domain kann jeder jederzeit registrieren, und ein Recht auf einen Namen gibt es nicht. Es ist schon öfter vorgekommen, dass eine Idee am Stammtisch erzählt wurde und am nächsten Tag vergeben war.

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