Der Fußbereich einer Webseite
Das Ende der Seite – und der Ort, an dem die Pflichtangaben stehen müssen.
Was der Fußbereich ist
Am Ende jeder Seite steht der Fußbereich. Wie groß er ausfällt, ist eine Entscheidung: Manche Websites haben dort nur eine Zeile mit dem Firmennamen, andere bauen ein ganzes Verzeichnis auf – mit Spalten für Leistungen, Hilfe, Unternehmen und Kontakt.
Beides ist richtig. Du kannst klein anfangen und später ergänzen; der Fußbereich ist einer der wenigen Teile einer Website, die man ohne Nebenwirkungen wachsen lassen kann.
Technisch liegt er innerhalb des
<body>.
Seit HTML5 gibt es dafür ein eigenes Element,
<footer>, aber auch das steht im Body – es ist eine
Kennzeichnung, kein eigener Bereich.
Was dort stehen muss
Bevor es um Gestaltung geht: Zwei Dinge sind keine Wahl.
- Das Impressum. In Österreich verlangt es das E-Commerce-Gesetz und das Mediengesetz, in Deutschland das Digitale-Dienste-Gesetz. Es muss leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein – und genau deshalb steht es im Fußbereich: Der ist auf jeder einzelnen Seite da.
- Die Datenschutzerklärung. Dieselbe Anforderung aus der Datenschutz-Grundverordnung.
„Unmittelbar erreichbar" heißt in der Rechtsprechung: mit höchstens zwei Klicks. Ein Verweis im Fußbereich erfüllt das immer, ein Eintrag in einem Untermenü nicht zuverlässig.
Ein Impressum, das die Pflichtangaben enthält, kannst du dir mit dem Impressum-Generator erzeugen – kostenlos, ohne Anmeldung und ohne Pflichtvermerk auf die Herkunft.
Was sonst noch hingehört
Jenseits der Pflicht ist der Fußbereich frei. Üblich sind Kontaktangaben, ein Verweis auf die Öffnungszeiten, die wichtigsten Seiten noch einmal, manchmal Auszeichnungen oder Prüfsiegel.
Im Hausvergleich entscheidest du, ob der Raum eine Fußbodenheizung bekommt und ob die Zierleiste schlicht oder aufwendig ausfällt. Und ob es leicht ist, wieder in den Flur zu kommen – oder ob man erst über etwas steigen muss.
Ein guter Anhaltspunkt: Sieh dir an, was Websites im Fußbereich unterbringen, die du selbst gern benutzt.
Der unsichtbare Teil
Im Quelltext steht der Fußbereich ganz unten, kurz vor
</body>. Weil dieser Teil zuletzt gelesen wird,
legt man dort gern Code ab, der etwas dauert: Auswertungsskripte,
aufwendige Erweiterungen, Einbindungen von Drittanbietern.
So sieht der Besucher den Inhalt bereits, während der Rest noch nachlädt.
Daraus folgt nicht, dass man alles nach unten schieben sollte. Schriftarten, Farben und Layoutregeln müssen da sein, bevor etwas angezeigt wird – sonst blitzt kurz eine unformatierte Seite auf. Diese Dateien gehören in den Head. Wenn eine Erweiterung nicht wie erwartet funktioniert, ist der Ort des Aufrufs oft der Grund.
Das Gute an HTML: Ein falsch platzierter Aufruf ist in Minuten verschoben. Eine Fußbodenheizung, die in der Decke liegt, ist es nicht.
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Passt dazu
- Grundlagen Der Body und der Inhaltsbereich Der eine ist Quelltext, der andere ist das, was man sieht. Beide meinen dasselbe – aus zwei Richtungen.
- Grundlagen Head und Header einer Webseite Zwei Wörter, die fast gleich klingen und Verschiedenes meinen. Eines sieht man, das andere nicht.
- Grundlagen Die Gliederung einer Website Wo Besucher was erwarten – und warum es keine gute Idee ist, sie zu überraschen.
- Grundlagen Aufbau einer Website Eine Website ist wie ein Haus: Grundstück, Fundament, Zimmer, Möbel. Der Vergleich trägt weiter, als man zunächst denkt.