Der Body und der Inhaltsbereich
Der eine ist Quelltext, der andere ist das, was man sieht. Beide meinen dasselbe – aus zwei Richtungen.
Body oder Inhalt?
Wie schon bei Head und Header gibt es auch für den Hauptteil zwei Begriffe.
Der <body> ist der Quelltext – der unsichtbare Teil.
Der Inhaltsbereich ist das, was daraus im Browser
wird: Überschriften, Absätze, Bilder, Videos, Formulare, alles zum
Ansehen und Anklicken.
Wenn also jemand vom Body deiner Seite spricht, meint diese Person mit großer Wahrscheinlichkeit den Code. Beim Inhalt geht es um das, was drin steht.
Das eine ergibt sich aus dem anderen: Ohne Inhalt kein Code, ohne Code kein Inhalt.
Im Hausvergleich ist der Body das Material aller Möbel und Dekorationen – die Oberflächen, die Stoffe, das Holz. Man denkt selten darüber nach, außer etwas ist kaputt oder schmutzig. Und auch hier ergibt sich das eine aus dem anderen: keine Möbel ohne Material, kein Material ohne Möbel.
Der <body>-Bereich im Quelltext
Jede HTML-Seite ist gleich aufgebaut. Der Head bereitet vor, der Body enthält alles Sichtbare:
<!DOCTYPE html>
<html lang="de">
<head>
Titel der Seite, Angaben für Suchmaschinen,
Verweise auf Gestaltungsdateien
</head>
<body>
Kopfbereich, Navigation, Inhalt, Fußbereich –
alles, was jemand zu sehen bekommt
</body>
</html>
Diese Struktur ist einzuhalten. Je Seite gibt es genau ein
<html>, ein <head> und ein
<body> – jeweils geöffnet und wieder geschlossen.
Browser sind ausgesprochen nachsichtig: Sie reparieren fehlerhaftes HTML stillschweigend und zeigen die Seite trotzdem an. Deshalb merkt man den Fehler nicht – bis eine Erweiterung, ein Vorleseprogramm oder eine Suchmaschine die Seite anders repariert als der Browser. Dann sieht sie auf einmal woanders anders aus, und niemand weiß, warum.
Was bedeutet <!DOCTYPE html>?
Die erste Zeile jeder Seite. Sie sagt dem Browser: Das hier ist ein HTML-Dokument, interpretiere es nach den geltenden Regeln.
Das klingt nach einer Formalie, ist aber eine Weiche. Browser kennen zwei Betriebsarten:
-
Standardmodus – die Seite wird nach den heutigen
Regeln dargestellt. Das ist der Fall, wenn
<!DOCTYPE html>dasteht. - Quirks-Modus – der Browser tut so, als wäre es 1998, und ahmt die Fehler von damals nach. Das passiert, wenn die Zeile fehlt.
Im Quirks-Modus werden unter anderem Breiten und Innenabstände anders berechnet. Eine Seite, die im Entwurf richtig aussah, verschiebt sich dann – und in jedem Browser ein bisschen anders.
Wenn eine selbst gebaute Seite in verschiedenen Browsern unterschiedlich aussieht, ist die erste Zeile die erste Stelle, an der man nachschaut. Sie muss ganz oben stehen – vor jedem Leerzeichen und jedem Kommentar.
Passt das nicht auf deinen Fall?
Dieser Artikel beantwortet die Frage allgemein – deine ist vermutlich konkreter. Schreib mir kurz, worum es geht. Ich antworte selbst, meist am selben Tag, und es kostet nichts.
Hat dir das geholfen?
Dann sag es weiter. Eine kurze Bewertung dauert dreißig Sekunden und sorgt dafür, dass die Nächsten diese Antwort überhaupt finden.
Passt dazu
- Grundlagen Head und Header einer Webseite Zwei Wörter, die fast gleich klingen und Verschiedenes meinen. Eines sieht man, das andere nicht.
- Grundlagen Der Fußbereich einer Webseite Das Ende der Seite – und der Ort, an dem die Pflichtangaben stehen müssen.
- Grundlagen Die Gliederung einer Website Wo Besucher was erwarten – und warum es keine gute Idee ist, sie zu überraschen.
- Grundlagen Aufbau einer Website Eine Website ist wie ein Haus: Grundstück, Fundament, Zimmer, Möbel. Der Vergleich trägt weiter, als man zunächst denkt.