Zum Inhalt springen
Termin vereinbaren (öffnet in einem neuen Fenster)

Das Fundament einer Website

Selbst programmieren, ein Redaktionssystem nehmen oder einen Baukasten – die Entscheidung am Anfang, die am längsten nachwirkt.

Zuletzt geprüft: 5 Minuten Lesezeit

Hat eine Website ein Fundament?

Beim Haus ist klar, was gemeint ist: Wenn das Grundstück gefunden ist, kommt das Fundament. Je besser es überlegt ist, desto mehr lässt sich darauf bauen.

Bei einer Website ist das Fundament die Entscheidung, womit sie gebaut wird. Nicht das Aussehen, nicht der Text – die Technik darunter.

Diese Entscheidung wirkt lange nach. Sie zu ändern heißt in der Regel, die Website neu aufzubauen. Nicht unmöglich, aber auch nichts, was man nebenbei macht.

Die drei Wege

Selbst programmiert

Eine Website lässt sich vollständig von Hand schreiben – mit HTML, CSS, etwas PHP oder JavaScript. Der Vorteil: Du kennst jede Zeile. Nichts lädt im Hintergrund, was du nicht selbst hineingeschrieben hast, und Änderungen gehen genau so weit, wie du willst.

Der Nachteil: Es dauert. Und alles, was ein fertiges System mitbringt – Formulare, Bildgrößen, Suchfunktion –, musst du selbst bauen oder bewusst weglassen.

Für kleine, stabile Websites, die selten geändert werden, ist das ein sehr guter Weg. Für eine Seite, die wöchentlich neue Beiträge bekommen soll, ist es der falsche.

Ein Redaktionssystem

Am weitesten verbreitet sind Systeme wie WordPress, TYPO3 oder Joomla. Sie bringen die Grundfunktionen mit: Seiten anlegen, Bilder verwalten, Benutzer, Menüs.

Die Systeme selbst sind kostenlos. Erweiterungen sind es oft nicht, und hier trennt sich die Spreu vom Weizen – manche sind ausgezeichnet und ihr Geld wert, andere sind nur Ballast, der jede Seite langsamer macht.

Der große Vorteil: Du bist nicht an einen Anbieter gebunden. Ein Redaktionssystem läuft überall gleich, du kannst mit der Website umziehen.

Ein Baukasten

Meine Meinung dazu steht ausführlich im Artikel Website-Baukasten – ein Fertighaus? Kurz gefasst: Ich empfehle sie meinen Kunden nicht, und der Grund ist nicht das Ergebnis, sondern die Abhängigkeit.

Woran du erkennst, was zu dir passt

Drei Fragen, die die Entscheidung meistens schon treffen:

  • Wer ändert die Inhalte? Wenn du selbst regelmäßig Texte einstellen willst, brauchst du ein System mit einer Oberfläche dafür. Wenn die Seite einmal gebaut wird und dann steht, brauchst du das nicht.
  • Wie oft? Einmal im Jahr eine Preisänderung ist etwas anderes als drei Beiträge pro Woche.
  • Was kommt in zwei Jahren dazu? Shop, Buchung, Mehrsprachigkeit, Mitgliederbereich – all das lässt sich in ein Redaktionssystem nachrüsten. In selbst geschriebenen Code auch, aber nur von jemandem, der ihn kennt.
Die ehrliche Antwort

Für die allermeisten kleinen Betriebe ist ein Redaktionssystem der richtige Weg – nicht weil es das beste wäre, sondern weil es die wenigsten Türen zuschlägt. Du kannst umziehen, du kannst wechseln, und du findest jemanden, der sich damit auskennt.

Anrufen Website prüfen Anfragen

Darstellung

Diese Einstellungen gelten nur auf diesem Gerät und werden lokal in deinem Browser gespeichert. Es wird nichts übertragen.

Farbschema
Schriftgröße
Lesbarkeit
Erklärung zur Barrierefreiheit