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Wie wird man online sichtbarer?

Sichtbarkeit entsteht nicht aus einer Maßnahme, sondern aus mehreren, die zusammenpassen. Hier stehen sie in der Reihenfolge, in der sie sich lohnen.

Zuletzt geprüft: 6 Minuten Lesezeit

Zuerst: das Google-Unternehmensprofil

Wenn du einen Betrieb mit Standort hast, ist das die wirksamste Maßnahme überhaupt – und sie kostet nichts. Ein gepflegtes Profil bringt dein Geschäft prominent in die Suche, sobald jemand danach sucht, und liefert Anrufe und Routenabfragen statt nur Klicks.

Der Aufwand liegt bei ein bis zwei Stunden, die Wirkung setzt innerhalb von Tagen ein. Keine andere Maßnahme in dieser Liste hat dieses Verhältnis. Mehr dazu unter Was ist Google My Business.

Inhalt, der eine Frage beantwortet

Eine Website, die nur sagt, was es gibt, ist ein Prospekt. Eine, die beantwortet, was Kunden wirklich fragen, ist ein Verkäufer.

Der praktische Einstieg: Schreib die zehn Fragen auf, die dir am Telefon am häufigsten gestellt werden. Jede davon ist eine Seite oder ein Abschnitt wert – und jede davon wird auch bei Google gesucht.

Tipp

Vor dem Schreiben nachsehen, wonach tatsächlich gesucht wird – nicht raten. Die Search Console zeigt es für die eigene Seite kostenlos an, und die Vorschläge in der Google-Suche zeigen, wie Menschen die Frage wirklich formulieren. Das weicht fast immer von der Fachsprache ab.

Eine Gestaltung, die trägt

Eine Zeitschrift, deren Titelseite nicht überzeugt, nimmt niemand in die Hand. Bei Websites ist es dasselbe, nur schneller: Über den ersten Eindruck wird in wenigen Sekunden entschieden.

Wer bleibt, liest. Wer sofort zurück zur Suche geht und dort weitersucht, sagt Google damit: Das war nicht die Antwort. Und das wirkt sich aus.

Am wichtigsten ist dabei die Darstellung am Handy – dort kommt die Mehrheit an. Mehr dazu auf der Seite zu Websites und Webdesign.

Tempo

Jede Sekunde Ladezeit kostet Besucher – und zwar messbar, bevor sie überhaupt etwas gesehen haben. Ein günstiges Hosting ist die häufigste Ursache und die am leichtesten behobene.

Hinweis

Ein guter Messwert allein bringt keine Platzierung. Tempo ist ein Ausschlusskriterium, kein Bonus: Eine langsame Seite verliert, eine sehr schnelle gewinnt nicht automatisch. Wer nur an der Ladezeit arbeitet und den Inhalt so lässt, arbeitet an der falschen Stelle.

Sicherheit und Pflege

Verschlüsselung ist heute Grundausstattung, nicht Sicherheit. Dazu gehören: aktuelle PHP-Version, aktuelle Plugins, ein aktuelles WordPress und Schutz auf Serverebene.

Hinweis

„Viermal im Jahr prüfen" liest man häufig – bei WordPress ist das zu selten. Bekannt gewordene Plugin-Lücken werden binnen Tagen automatisiert ausgenutzt – Sicherheitsaktualisierungen gehören monatlich eingespielt, kritische sofort.

Eine gehackte Website verliert ihre Sichtbarkeit übrigens vollständig: Google markiert sie als schädlich, und dann kommt niemand mehr durch. Mehr dazu auf der Seite zur Website-Betreuung.

Die richtigen Suchbegriffe – nicht die meisten

Über ein Ereignis berichten zehn Zeitungen, und in keiner steht dasselbe. Genauso ist es mit Websites: Wer dieselbe Frage anders beantwortet als alle anderen, wird gefunden.

Wichtig ist die Unterscheidung, an der viele scheitern:

  • Recherche heißt herauszufinden, mit welchen Worten Menschen suchen – und dann diese Worte zu benutzen, weil es die ihren sind. Das ist sinnvoll.
  • Stopfen heißt, denselben Begriff möglichst oft unterzubringen. Das war vor fünfzehn Jahren wirksam und schadet heute.

Faustregel: Wenn ein Satz beim Lautlesen komisch klingt, ist er für Google geschrieben und nicht für Menschen. Dann streichen.

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