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Warum erscheint meine URL in der Suche, obwohl sie in der robots.txt gesperrt ist?

Weil „nicht abrufen" etwas anderes heißt als „nicht anzeigen". Das ist kein Fehler, sondern eine Eigenschaft des Verfahrens.

Zuletzt geprüft: 5 Minuten Lesezeit

Warum das passiert

Eine typische Sperre sieht so aus:

User-agent: *
Disallow: /meine-bilder-und-pdfs/

Sie sagt: Ruf dieses Verzeichnis nicht ab. Sie sagt nicht: Zeig es nicht an. Das sind zwei verschiedene Dinge, und genau darin liegt das Missverständnis.

Google hält sich an die Sperre und ruft nichts ab. Wenn aber von anderen Seiten Links auf diese Adresse zeigen, weiß Google trotzdem, dass es sie gibt – und schließt daraus, dass sie jemanden interessiert. Dann erscheint sie in den Ergebnissen: mit der nackten Adresse und ohne Beschreibung, weil ja nichts gelesen werden durfte.

Die Lösung – und der Schritt, der oft fehlt

Wichtig

Die übliche Empfehlung lautet: die Seiten im gesperrten Verzeichnis einfach mit noindex versehen. Dabei fehlt der entscheidende Schritt.

So gebaut wirkt es nämlich nicht: Solange das Verzeichnis in der robots.txt gesperrt ist, darf Google es nicht abrufen – und findet das noindex darin deshalb nie. Die Sperre muss weg, damit die Kennzeichnung gelesen werden kann.

Richtig ist also diese Reihenfolge:

  1. Die Sperre aus der robots.txt entfernen. Klingt verkehrt herum, ist aber der einzige Weg.
  2. Auf den betroffenen Seiten noindex setzen:
    <meta name="robots" content="noindex, follow">
  3. In der Search Console unter „Entfernungen" die Adresse vorübergehend ausblenden – das überbrückt die Zeit, bis Google wieder vorbeischaut.
  4. Wenn die Adressen nach einigen Wochen verschwunden sind, kann die Sperre zurück. Nötig ist sie dann aber nicht mehr.

Bei PDFs und Bildern geht das anders

Eine PDF-Datei oder ein Bild hat keinen <head> – ein Meta-Tag lässt sich dort gar nicht unterbringen. Genau darum ging es aber im Beispiel oben.

Für solche Dateien gibt es die Kennzeichnung als HTTP-Kopfzeile. In der .htaccess:

<FilesMatch "\.pdf$">
  Header set X-Robots-Tag "noindex, follow"
</FilesMatch>

Das wirkt genauso wie das Meta-Tag, nur eben für Dateien, die keinen HTML-Kopf haben. Auch hier gilt: Die Datei muss abrufbar bleiben, sonst liest niemand die Kopfzeile.

Tipp

Bevor du an der .htaccess arbeitest: eine Kopie anlegen. Ein Tippfehler dort legt die ganze Website lahm. Der .htaccess-Generator erklärt, wie du dich absicherst.

Der Merksatz

Wer eine Seite aus der Suche haben will, muss sie lesbar lassen. Die Kennzeichnung steht in der Seite – und was gesperrt ist, wird nicht gelesen.

Die robots.txt regelt Höflichkeit gegenüber dem Server, nicht die Sichtbarkeit. Wofür sie tatsächlich taugt, steht im robots.txt-Generator.

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