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Kann man IP-Adressen mit der robots.txt aussperren?

Nein. Die robots.txt kennt keine IP-Adressen – sie ist eine Bitte an Programme, keine Zugangskontrolle. Was stattdessen funktioniert, steht hier.

Zuletzt geprüft: 4 Minuten Lesezeit

Warum es nicht geht

Die robots.txt spricht Programme über ihren Namen an – User-agent: Googlebot. Sie kennt keine IP-Adressen, und es gibt keine Schreibweise dafür.

Wichtiger noch: Sie ist eine Bitte. Seriöse Anbieter halten sich daran, alle anderen nicht. Genau die Programme, die man wegen ihrer IP aussperren möchte, sind aber typischerweise die, die sich um nichts kümmern.

Eine Sperre, die auf Freiwilligkeit beruht, hilft gegen niemanden, der nicht freiwillig aufhört.

Was funktioniert: die .htaccess

Auf einem Apache-Server ist das der einfachste Weg. Einzelne Adresse:

<RequireAll>
  Require all granted
  Require not ip 203.0.113.42
</RequireAll>

Ein ganzer Bereich:

<RequireAll>
  Require all granted
  Require not ip 203.0.113
</RequireAll>

Wer so gesperrt ist, bekommt einen Fehler 403 – und zwar unabhängig davon, ob er sich an Regeln hält.

Hinweis

Auf NGINX wirkt eine .htaccess gar nicht – der Server liest sie nicht. Dort muss die Sperre in die Serverkonfiguration, und dafür brauchst du deinen Hoster.

Meistens ist die IP der falsche Ansatz

Bevor du eine Adresse sperrst, lohnt ein Blick auf das eigentliche Problem – denn IP-Sperren sind mühsam und halten selten lange:

  • Aufdringliche Analysedienste lassen sich über ihren Namen in der robots.txt aussperren, und daran halten sie sich. AhrefsBot, SemrushBot und Ähnliche stehen im robots.txt-Generator zur Auswahl.
  • Anmeldeversuche gehören nicht auf IP-Ebene bekämpft, sondern mit Zwei-Faktor-Anmeldung und einer Begrenzung der Versuche. IP-Adressen wechseln, das Passwort nicht.
  • Echte Angriffe aus vielen Quellen bekommst du mit einer Liste nicht in den Griff. Dafür gibt es Dienste, die vorgeschaltet werden – dort ist die Sperre bereits erledigt, bevor die Anfrage deinen Server erreicht.
Tipp

Sieh zuerst ins Server-Protokoll, statt zu raten. Sehr oft steht dort ein Programm, das sich brav mit Namen meldet – und dann reicht eine Zeile in der robots.txt statt einer IP-Sperre, die morgen schon veraltet ist.

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