Der noindex-Tag
Die einzige zuverlässige Art, eine Seite aus den Suchergebnissen zu halten – und der häufigste Grund, warum sie es trotzdem nicht tut.
So sieht er aus
Standardmäßig darf jede Seite in den Index. noindex ist
die Ausnahme davon und gehört in den <head>:
<meta name="robots" content="noindex, follow">
follow heißt: Den Links auf dieser Seite darf trotzdem
gefolgt werden. Das ist fast immer richtig – die Seite soll nicht in
die Ergebnisse, aber sie soll auch keine Sackgasse sein.
Einzelne Suchmaschinen lassen sich gezielt ansprechen:
<meta name="googlebot" content="noindex">
Der Tag muss auf jeder Seite stehen, die draußen bleiben soll. Bei WordPress erledigt das ein SEO-Plugin wie RankMath, Yoast oder SEOPress mit einem Schalter je Seite.
Der Fehler, an dem es meistens scheitert
Wer eine Seite gleichzeitig in der
robots.txt sperrt und mit noindex
kennzeichnet, erreicht das Gegenteil.
Der Grund ist einfach: Disallow heißt „nicht abrufen".
Google darf die Seite dann nicht lesen – und findet das
noindex nie, das darin steht. Die Adresse kann trotzdem
in den Ergebnissen auftauchen, nur ohne Beschreibung.
Die Regel lautet also: Eine Seite, die aus der Suche verschwinden soll, muss abrufbar bleiben. Erst wenn sie eine Weile draußen ist, kann man sie zusätzlich sperren – nötig ist das fast nie.
Ausführlich steht das unter Warum erscheint meine URL trotz robots.txt?
Wofür er gedacht ist – und wofür nicht
Sinnvoll bei:
- Dankeseiten nach einem Formular
- internen Suchergebnisseiten
- Test- und Entwurfsseiten
- Kunden- und Mitarbeiterbereichen
- Druckfassungen, die es doppelt gibt
Nicht bei Impressum, AGB und Datenschutzerklärung. Der Rat, Rechtstexte aus dem Index zu nehmen, hält sich hartnäckig – er schadet aber.
Rechtstexte zeigen Google, dass hinter der Website ein greifbarer Betrieb steht – sie helfen der Bewertung, statt ihr zu schaden. Und in Österreich wie Deutschland muss ein Impressum leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar sein. Beides spricht dagegen, es aus der Suche zu nehmen.
noindex ist kein Zugriffsschutz. Die
Seite bleibt für jeden erreichbar, der die Adresse kennt – sie steht
nur nicht in den Ergebnissen. Für alles, was wirklich niemand sehen
soll, brauchst du ein Passwort.
Die Seite steht schon in Google – was jetzt?
-
noindexeinbauen und sicherstellen, dass die Seite nicht in derrobots.txtgesperrt ist. - In der Google Search Console die URL-Prüfung aufrufen und „Indexierung beantragen" – das beschleunigt den nächsten Besuch erheblich.
-
Muss es schnell gehen, gibt es dort zusätzlich das Werkzeug
„Entfernungen". Das blendet die Adresse für rund sechs Monate aus –
Zeit genug, bis das
noindexdauerhaft greift.
Ohne Nachhelfen dauert es je nach Website Tage bis Wochen, bis Google wieder vorbeischaut.
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