Herbstputz statt Frühjahrsputz – 10 Tipps für Deine Webseite

Regelmäßiges Putzen und eine Kontrolle der wichtigsten Funktionen ist das A&O einer Wohnung, eines Haushalts, eines Unternehmens und eines Autos. Doch am meisten profitiert Deine Webseite davon, die 365 Tage lang eine wichtige Aufgabe übernimmt: Wichtige Informationen und Services bereitstellen.

Eine regelmäßige Wartung Deiner Webseite ist wichtig, weil Sie nur aus dem Design und den Inhalten besteht. Die Sicherheit, Performance und Funktionstüchtigkeit der Website sind mindestens genauso wichtig. Wenn du deine Website vernachlässigst, kann das gravierende Folgen haben:

  • Deine Website wird anfälliger für Hackerangriffe
  • Ohne Aktualisierungen des Systems und Plugins entstehen Sicherheitslücken die im Zeichen der DSGVO sogar abgemahnt und somit richtig teuer werden können
  • Performanceprobleme beeinflussen die User Experience negativ und senken Deine Sichtbarkeit auf Google und Co
  • Funktionale Fehler führen dazu, dass deine Website nicht mehr richtig funktioniert

All diese Punkte sind Gründe dafür, warum regelmäßige Wartung so wichtig ist.

Inhaltsverzeichnis

Was passiert, wenn man seine Webseite nicht regelmäßig pflegt?

Wenn du deine Webseite nicht regelmäßig pflegst, kann das Folgendes bedeuten:

  • Deine Webseite ist nicht mehr aktuell
    Wenn sich dein Geschäft ändert oder neue Produkte und Dienstleistungen anbietet, werden diese möglicherweise nicht auf deiner Webseite angezeigt. Das kann potenzielle Kunden verwirren und dazu führen, dass sie zu deiner Konkurrenz gehen.
  • Deine Webseite weist Sicherheitslücken auf
    Wenn neue Sicherheitsbedrohungen auftauchen, können sie deine Webseite angreifen und möglicherweise sensible Informationen stehlen. Auch wenn du ein Sicherheitsupdate installierst, könnte es bereits zu spät sein, wenn deine Webseite bereits angegriffen wurde.
  • Deine Rankings sinken
    Wenn du Suchmaschinenoptimierung (SEO) betreibst, musst du deine Webseite regelmäßig aktualisieren, um sicherzustellen, dass sie den neuesten Algorithmus Änderungen entspricht. Wenn du dies nicht tust, könnte deine Webseite in den Suchergebnissen weiter nach unten rutschen und du wirst weniger Traffic bekommen.
  • Du verpasst mögliche Geschäftsmöglichkeiten
    Wenn du einen Blog oder einen Newsletter betreibst, musst du regelmäßig neue Inhalte veröffentlichen, um Leser zu halten und neue Leser anzulocken. Wenn du das nicht tust, werden die Leute bald aufhören, deine Seite zu besuchen und dich als Quelle für Informationen zu betrachten.

Wie oft soll man seine Webseite warten?

Es gibt keine allgemein gültige Antwort auf diese Frage, da es darauf ankommt, wie aktiv Du Deine Webseite nutzt und wie viel Zeit und Mühe Du in die Pflege investieren möchtest. Einige Benutzer möchten ihre Webseiten möglicherweise jeden Tag oder jede Woche überprüfen, während andere sich vielleicht nur einmal im Jahr darum kümmern.

Wenn Du Deine Webseite regelmäßig nutzt und aktualisierst, solltest Du sie mindestens einmal pro Monat überprüfen. Auf diese Weise kannst Du sicherstellen, dass alle Inhalte aktuell und korrekt sind und dass es keine Probleme mit den Funktionen Deiner Seite gibt. Wenn Du Deine Seite hingegen seltener nutzen oder nur statische Inhalte anzeigen möchten, reicht es möglicherweise aus, sie einmal im Quartal zu überprüfen.

Ein absolutes Minimum ist jedoch eine komplette Überprüfung und Aktualisierung einmal im Jahr. Ich habe einige Tipps für diesen Herbstputz zusammengetragen, die ich Dir in diesem Zusammenhang ans Herz legen möchte:

Webseite Pflegetipp Nr 1: Aktuelle und funktionierende Daten

Überprüfe alle öffentlichen Daten im Impressum und auf Kontaktseiten. Sind die Daten vollständig und nach wie vor aktuell (Abmahngefahr!) und sind diese funktionstüchtig?

Überprüfe ob E-Mail Links und Kontaktformulare korrekt funktionieren. Vielleicht verhindert ja ein Tippfehler, das man Dich und Dein Unternehmen erreichen kann? Außerdem ist dies der beste Zeitpunkt um alle Kontaktkanäle aufzulisten und auf Sinnhaftigkeit zu überprüfen.

Webseite Pflegetipp Nr 2: Backups, Backups, Backups!

Eine Webseite ist nur so stark wie ihr Backup. Ein Backup ist eine Sicherheitskopie Deiner Webseite, die im Falle eines Ausfalls oder eines Hacker-Angriffs Gold Wert sein kann. Wenn Du darüber nachdenkst ein Backup zu machen, dann tue das immer sofort und verschiebe es nicht auf später. Später könnte es bereits zu spät sein.

Wie oft Du ein Backup erstellen solltest, hängt von der Häufigkeit der Änderungen an Deiner Webseite ab. Wenn Du häufig Änderungen an Deiner Webseite vornimmst, einen Blog betreibst oder ein E-Commerce System im Einsatz hast, dann solltest Du täglich ein Backup erstellen. Andernfalls sollten Sie ein Backup wöchentlich oder monatlich erstellen.

Tipp: Manche Webhost-Anbieter erstellen täglich ein automatisches Backup und bieten bei Bedarf Zugriff auf diese Daten. Dieses Feature sollte bei jedem Webhost-Vertrag inkludiert und berücksichtigt sein.

Webseite Pflegetipp Nr 3: Core und Plugin Updates

Webseite-Systeme und deren Plugins werden laufend entwickelt und verbessert. Bei WordPress bekommst Du diese Updates oft kostenlos und voll automatisch zur Verfügung gestellt. Durch diese Updates werden nicht nur neue Features zur Verfügung gestellt, sondern wichtige Sicherheitslücken geschlossen.

Eine Webseite mit offenen Sicherheitslücken ist wie ein geparktes Auto mit offenen Türen und voller Wertgegenstände. In diesem Fall handelt es sich bei den Wertgegenständen um Deinen Content und Deine Daten. Im schlimmsten Fall sogar um Kundendaten aufgrund eines E-Commerce Plugins.

Webseite-Betreiber sind übrigens für die Sicherheit der eigenen Webseite vollumfänglich haftbar und können bei veralteten CMS-Systemen und Plugins zur Rechenschaft gezogen werden.

Webseite Pflegetipp Nr 4: Ist der Webhost noch gut genug?

Performance ist extrem wichtig für jede Webseite. Jede Sekunde in der Deine Webseite lädt verlierst Du Kunden und Interessenten. Sparen beim Webhost-Vertrag kostet demzufolge richtig Geld.

Also stell dir die Frage: Ist der Webhost noch gut genug? Du kannst zum Beispiel checken, ob es neue Angebote gibt (vielleicht hast du ja Glück und es gibt einen Sonderpreis) oder ob es bessere Alternativen gibt.

In diesem Absatz werden wir uns einige der Anzeichen ansehen, die darauf hindeuten können, dass es an der Zeit ist, deinen Webhost zu wechseln:

1. Deine Website ist häufig offline

Wenn deine Website häufig offline ist oder langsam lädt, könnte dies ein Anzeichen dafür sein, dass dein Webhost nicht mehr gut genug ist. Dies kann frustrierend für Besucher sein und dazu führen, dass sie sich von Ihrer Website abwenden. Wenn du feststellest, dass deine Website häufig offline ist oder langsam ladet, solltest du in Erwägung ziehen, einen neuen Webhost zu suchen.

2. Der Kundenservice ist schlecht

Wenn du mit dem Kundenservice deines Webhosts unzufrieden bist oder dieser eher unterdurchschnittlich ist, könnte dies ein weiterer Grund sein, warum du in Erwägung ziehen solltest, deinen Webhost-Vertrag zu wechseln. Ein guter Kundenservice ist wichtig, wenn es um die Pflege deiner Website geht.

3. Die Kosten sind zu hoch

Wenn die Kosten für deinen aktuellen Webhosting-Plan zu hoch sind oder steigen, solltest du dich nach neuen Alternativen zumindest umhören. Es gibt viele gute und preiswerte Webhosts auf dem Markt, so dass es keinen Grund gibt, mehr zu bezahlen als nötig.

4. Die Funktionen sind veraltet

Wenn die Funktionen und/oder Tools deines jetzigen Webhosts veraltet oder zu kompliziert sind oder nicht mehr mit den neusten Technologien kompatibel sind, dann packe deine Dateien und suche dir ein neues Zuhause für deine Webseite. Nichts ist katastrophaler als eine veraltete Technologie.

Jeder kennt es: Man ist auf einer Webseite und will auf einen Link klicken, doch dieser funktioniert nicht. Das ist sowohl für den User als auch für den Betreiber einer Seite ärgerlich. Wenn dir das schon einmal passiert ist, weißt du, wie mühsam es sein kann, einen defekten Link zu finden und zu reparieren.

Externe Weblinks (oder auch Backlinks) können sich im Laufe der Zeit ändern oder gar nicht mehr existieren. Wenn du also auf defekte Verlinkungen stoßt, solltest du diese umgehend reparieren. Damit hilfst du nicht nur deinen Besuchern weiter, sondern verbesserst auch noch dein Suchmaschinenranking. Also: Linkcheck durchführen und externe Links überprüfen!

Webseite Pflegetipp Nr 6: Cookie-Banner, Datenschutzerklärung

Aktuell sind Datenschutzbestimmungen und Cookie-Banner besonders wichtig. Stelle sicher, dass deine Webseite auf dem neuesten Stand ist und alle notwendigen Informationen enthält. Achte darauf, dass deine Angaben klar und verständlich sind und alle wichtigen Punkte abgedeckt werden.

Wenn du bereits einen Cookie-Banner oder eine Datenschutzerklärung auf deiner Webseite hast, solltest du diese regelmäßig überprüfen und aktualisieren. Denn je nachdem, wie sich die Gesetze und Bestimmungen entwickeln, können sich auch die Anforderungen an die Inhalte ändern.

Solltest du noch keinen Cookie-Banner oder eine Datenschutzerklärung auf deiner Webseite haben, solltest du dies unbedingt nachholen. Denn ohne diese Angaben kannst du dich strafbar machen.

Kostenlose Datenschutz Generatoren

Vorsicht vor kostenlosen Datenschutz Generatoren. Diese schützen oftmals nicht vor Abmahnungen im Sinne der DSGVO, da diese meist nicht auf die Konfiguration deiner Webseite (Kontaktformular, erhobene Felder, eingebundene Plugins, Cookie-Einwilligung, …) angepasst sind.

Die IT-Rechtskanzlei in München hingegen bietet Texte samt anwaltlicher Haftung, Update-Service und vielem mehr. Hier geht’s zu den Schutzpaketen

Google kann deine Webseite sogar abstrafen, wenn sie der Meinung sind, dass ein etwaiger eingebetteter Backlink eines kostenlosen Generator-Tools als Linktauschprogramm anzusehen ist (siehe Google > Qualitätsrichtlinien > Linktauschprogramme).

Webseite Pflegetipp Nr 7: Bilder und Lizenzen

Bilder sind ein wichtiger Bestandteil einer jeden Webseite. Sie verleihen der Seite Leben und Wärme und können dem Betrachter einen ersten Eindruck von deinem Unternehmen vermitteln. Damit deine Bilder aber auch wirklich gut ankommen, solltest du sie regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls aktualisieren. Folgende Tipps helfen dir dabei, deine Bilder optimal zu gestalten:

1. Achte auf die Qualität der Bilder

Die Qualität deiner Bilder ist entscheidend für den ersten Eindruck, den Besucher von deiner Seite bekommen. Schlechte Qualität wirkt amateurhaft und lässt dich unprofessionell erscheinen. Achte also darauf, dass die Auflösung deiner Bilder hoch genug ist und dass sie nicht verpixelt wirken. Zudem sollten die Bilder nicht zu groß sein, damit die Ladezeit deiner Seite nicht unnötig in die Länge gezogen wird.

2. Passe die Bilder an dein Corporate Design an

Deine Bilder sollten zu deinem Corporate Design passen. Verwende also beispielsweise dasselbe Logo auf allen Bildern, damit diese einheitlich wirken. Auch die Farbpalette sollte sich immer an deinem Corporate Design orientieren. So kannst du sicherstellen, dass alle Elemente deiner Webseite harmonisch aufeinander abgestimmt sind.

3. Nutze verschiedene Bildtypen

Um die Aufmerksamkeit der Besucher auf deiner Seite zu lenken, solltest du verschiedene Bildtypen nutzen. Verwende beispielsweise Porträts, um Emotionen zu transportieren, Produktfotos, um die Vorteile deiner Produkte herauszustellen und Landschaftsaufnahmen, um für Ruhe und Entspannung zu sorgen. Achte aber darauf, dass du nicht zu viele unterschiedliche Bildtypen verwendest, da dies unruhig und unübersichtlich wirken kann.

4. Wechsle Bilder aus

Damit es Besucher deiner Seite bei älteren Artikeln nicht langweilig wird, sollten du hin und wieder auf neue Bilder setzen. Dies können beispielsweise neue Fotos von deinen Produkten sein oder Aufnahmen von Events, die in letzter Zeit stattgefunden haben. So bleibt deine Seite immer aktuell und interessant für die Besucher.

Ein persönlicher Hinweis: Auch wenn es manchmal viel Arbeit machen kann, ist es für die Legalität Ihrer Webseite unerlässlich, dass Sie sich um die Bilder- und Lizenzrechte kümmern. Denn wenn Sie Bilder verwenden, die Sie nicht haben dürfen, können Sie schnell in Schwierigkeiten geraten. Abmahnungen starten 3stellig und können schnell 4stellig werden. Bevor Sie also irgendwelche Bilder von Google oder anderen Webseiten herunterladen, stellen Sie sicher, dass Sie die Rechte an diesen Bildern haben.

Webseite Pflegetipp Nr 8: Responsive oder so lala?

Die Informationen auf deinen Webseite müssen nicht nur für dich stimmen, sondern vor allem auch für deine Kunden. Dazu gehört, dass die Inhalte auf allen Endgeräten richtig dargestellt werden.

Denn was nützt die tollste Webseite, wenn sie auf dem Smartphone nur schlecht lesbar ist? Oder wenn man die einzelnen Elemente gar nicht erst entdeckt, weil sie unter dem Finger versteckt sind? Überprüfe also am besten selbst, wie deine Webseite auf verschiedenen Geräten und Bildschirmgrößen dargestellt wird.

Beinahe jede Studie zeigt uns, dass immer mehr UserInnen die Suche am Handy oder Tablet nutzen. Responsive Design ist also wichtiger denn je, willst du in den Suchergebnissen weiterhin vorne mitspielen.

Webseite Pflegetipp Nr 9: Informationen bieten und Antworten liefern

Jeder kennt das Gefühl: Man hat eine Frage, aber weiß nicht, an wen oder wohin man sich wenden soll.

FAQ Bereiche sind eine gute Möglichkeit, um den Besuchern deiner Webseite schnell und einfach Antworten auf häufig gestellte Fragen zu liefern. Dabei kannst du nicht nur Zeit sparen, sondern auch dafür sorgen, dass die Nutzer deiner Seite besser informiert sind. Ein guter FAQ Bereich sollte daher folgende Kriterien erfüllen:

– Die Fragen sollten klar und präzise sein.
– Die Antworten sollten ausführlich und verständlich sein.
– Es sollte möglich sein, die Fragen nach Themenbereichen zu filtern.
– Die Suche sollte einfach und intuitiv zu bedienen sein.

Wenn du dich an diese Kriterien hältst, hast du schon einmal einen guten Grundstein für deinen FAQ Bereich gelegt. Jetzt gilt es nur noch, ihn regelmäßig zu pflegen und zu aktualisieren. Denn auch wenn du denkst, dass alle Fragen bereits beantwortet sind, können immer wieder neue hinzukommen. So stellst du sicher, dass potentielle Kunden oder Interessenten auf deiner Website gut informiert sind und bleiben!

Website Pflegetipp Nr 10: Andere Sichtweisen

Am Ende jeder Website-Überarbeitung steht die große Frage: „Ist meine Website jetzt gut genug?“

Das kann man mit einem einfachen, aber sehr effektiven Test herausfinden: Finde jemanden, der deine Website noch nie gesehen hat und bitte ihn oder sie, dir zu sagen, was er/sie denkt. Es gibt kein richtiges oder falsches Ergebnis für diesen Test – es geht vielmehr darum, herauszufinden, wie Menschen mit deiner Website interagieren und ob es etwas gibt, das verbessert werden könnte oder was vielleicht störend ist. Durch das Testen mit verschiedenen Personentypen (z.B. Freunde vs Fremde) kannst du auch feststellen, ob bestimmte Funktionen deiner Website für bestimmte Zielgruppen besser oder schlechter funktionieren.

Dieser objektive Blickwinkel kann dir helfen, Schwächen in deiner Webseite zu erkennen und diese zu beheben. Zudem gibt es kein besseres Mittel als neue Leute kennenzulernen und festzustellen, ob du deine Marke und dein Unternehmen optimal online präsentiert hast.

Fazit

Wenn du eine erfolgreiche Webseite haben willst, dann ist die richtige Wartung und Pflege enorm wichtig. Durch regelmäßige Aktualisierungen stellst du sicher, dass deine Inhalte aktuell bleiben und deine Besucher immer wieder neue Gründe haben, auf deiner Seite vorbeizuschauen. Die Wartung deiner Webseite sollte also keinesfalls vernachlässigt werden! Mit diesen Tipps und Tricks kannst du sicherstellen, dass es mit der Gesundheit und dem Erfolg deiner Website weiterhin bergauf geht.

Viel Erfolg.